Trento® Mur Aufbauhinweise

Bau einer freistehenden Mauer

Die erste Steinlage:
Die erste Lage wird in eine 2 bis 3 cm dicke Trassmörtelschicht mittlerer Konsistenz gesetzt. Hierbei ist genaues Arbeiten besonders wichtig. Die Mauersteine müssen unter Einsatz von Wasserwaage und Schnur flucht- und lotgerecht versetzt werden. Auf Höhengleichheit ist insbesondere zu achten, da es anderenfalls Probleme beim Ausrichten der weiteren Steinlagen geben kann.

Die Steine sind mit einer Stoß- und Längsfuge von 1 bis 2 mm zu versetzen. Ggf. können sie mit geringen Mengen an Dünnbettmörtel stabilisiert werden.

Am Ausgangspunkt werden immer ein langer und ein kurzer Endstein passgenau mit den Rückseiten zueinander versetzt. Jetzt folgen die Normalsteine, die sich nun innerhalb der Lage automatisch im Halbversatz befinden. Am Endpunkt werden wieder ein kurzer und ein langer Endstein gesetzt. Nach dem Versetzen der ersten Reihe ist die Ebenheit der Lage mit einer Richtlatte nochmals zu kontrollieren.

Die schwalbenschwanzartigen Kammern werden bis halber Höhe mit Betonestrich verfüllt. Bei Ausführung mit Bewehrung ist spezieller Vergußmörtel, z. B. Woermann VM 01 oder gleichwertig zu verwenden.

Bei Mauerlänge über 8 m sind Dehnungsfugen anzuordnen. 

Die weiteren Lagen:
Nach dem Erhärten der ersten Lage können jeweils drei weitere Steinlagen winkel-und fluchtgerecht versetzt werden. Der Dünnbettmörtel ist mit einem Zahnspachtel aufzubringen. Um die Steinflanken nicht zu verschmutzen, ist ein Randabstand von ca. 2,5 cm zu berücksichtigen.
Über einen langen Endstein wird nun ein kurzer gesetzt und umgekehrt. So entsteht ein Halbversatz zwischen den Lagen. Auf die Ebenheit ist weiterhin besonders zu achten. 

Nach dem Erhärten der maximal 3 Lagen sind die Verbundkammern erneut bis zur halben Höhe der oberen Lage zu verfüllen. Nach diesem Prinzip ist weiter zu verfahren, bis die gewünschte Mauerhöhe erreicht ist. Die statisch zulässigen Höhen dürfen nicht überschritten werden.